Interim Management oder Unternehmensberatung?

Steht ein Unternehmen vor einer betriebswirtschaftlichen Herausforderung, die intern aus Kapazitäts-, Zeit- oder Kompetenz-Engpässen nicht bewältigt werden kann, gibt es mehrere Möglichkeiten der externen Zusammenarbeit. Hier sind besonders die Bereiche Unternehmensberatung und Interim Management hervorzuheben. Doch wo liegen die Unterschiede, und was lohnt sich wann?

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Unternehmensberatung

Ein Consultant bzw. Unternehmensberater (m/w/d) wird für die Dauer eines Projekts eingesetzt, um eine spezifische Fragestellung zu klären. Hierbei kann es sich zum Beispiel um den Einkauf von Ressourcen, die Ausgliederung von Unternehmensbereichen oder die Änderung der strategischen Ausrichtung handeln. Der Begriff “Unternehmensberatung” fasst sämtliche Beratungsleistungen an Unternehmen zusammen, also etwa auch solche mit Bezug auf HR-Entscheidungen, IT-Projekte, Marketingkampagnen oder Steuerberatung.

Schematisch läuft der Einsatz eines Unternehmensberaters so ab, dass er sich zunächst durch Analysen einen umfassenden Überblick über die aktuelle Situation verschafft und dann entsprechende Lösungen konzipiert, die dazu führen, festgesteckte Soll-Ziele zu erreichen. Sein Schwerpunkt liegt auf der Beratung der betreffenden Abteilung bzw. der Geschäftsführung. Bei der anschließenden Implementierung der dafür vereinbarten Maßnahmen ist der Unternehmensberater nicht unbedingt noch zugegen. Oftmals übernimmt ein Interim Manager die Umsetzung. An dieser Stelle können die Instanzen wie Zahnräder ineinandergreifen, weshalb auch oft beide Parteien gleichzeitig hinzugezogen werden, um eine Herausforderung im Unternehmen gemeinsam zu lösen.

Interim Management

Wo besonders unternehmerische Umsetzungskompetenz gefragt ist, kommt der Interim Manager (m/w/d) zum Einsatz. Dies ist meist dann der Fall, wenn durch eine Vakanz in den oberen Führungsebenen plötzlich eine strategische oder operative Lücke entstanden ist. Um handlungsfähig zu bleiben oder wieder zu werden, beauftragen viele Unternehmen einen Interim Manager, der während der Zeit seines Mandats die Verantwortung übernimmt.

Dieser ist in der Regel selbständig tätig und unterstützt als externer Experte in oftmals schwierigen Unternehmenssituationen. Dementsprechend viel praktische Erfahrung hat er mit Themen wie Organisationsentwicklung, Changemanagement, Digitalisierung, Umstrukturierungen oder Prozessoptimierung. Diese bringt er praktisch und ohne Einarbeitung ins Unternehmen ein. Im Gegensatz zum Consultant ist beim Interim Manager vor allem seine Erfahrung in der operativen Umsetzung hervorzuheben. Er ist sozusagen ein externer Kollege. Weitere Unterschiede haben wir nachfolgend für Sie zusammengefasst.

Unternehmensberatung oder Interim Management: Die Unterschiede auf einen Blick

Arbeitsweise

Selbstverständlich hängt der Workflow beider Instanzen stark von der Ausgestaltung des jeweiligen Mandats ab, weswegen man Verallgemeinerungen mit der nötigen Vorsicht betrachten sollte. Generell kann man sagen: Die Arbeit des Consultants ist zumeist theoretisch und analytisch geprägt. Die beratenden Dienstleistungen sind als Handlungsanweisungen für das Management und die Belegschaft zu betrachten, die oftmals erst nach Ende seines Beratungsmandates implementiert werden. Der Interim Manager hingegen bringt im Normalfall seinen praktischen Erfahrungsschatz direkt ins Unternehmen ein und handelt in der Regel strategisch und operativ. Entsprechend muss er mit den nötigen Weisungsbefugnissen ausgestattet werden. Wenn er das Unternehmen verlässt, sind durch ihn angestoßene Changes in aller Regel durchgeführt.

Kosten

Die Kosten für den jeweiligen externen Partner hängen von sehr individuellen Faktoren wie der Verantwortung, dem Umfang des Mandats, der Unternehmenssituation und vielem mehr ab. Durchschnittlich liegen die Kosten für einen Interim Manager aber leicht unter denen für einen Consultant. Das hängt auch damit zusammen, dass im Falle der Unternehmensberatung häufig ganze Teams, zum Beispiel an der Ausarbeitung eines Strategiepapiers, beteiligt sind, während der Interim Manager in aller Regel als Einzelperson agiert.

Cultural Fit

Interim Manager und Unternehmensberater sind dem Management gleichermaßen verpflichtet und arbeiten daher eng mit ihm zusammen. Indem der Interim Manager operativ eingreift, wird er jedoch meist vor Ort viel stärker als Mitarbeiter und Kollege wahrgenommen. Demgegenüber sind Unternehmensberater als externe Dienstleister so gut wie nie in das Tagesgeschäft involviert, sondern kümmern sich projektbezogen um spezielle Themen.

Unternehmensberatung oder Interim Management: Was lohnt sich für mein Unternehmen?

Diese Frage lässt sich selbstverständlich nicht pauschal beantworten, sondern hängt stark mit Ihrer jeweiligen Situation zusammen. Steht eine strategische Fragestellung oder organisatorische Änderung an, so ist eine externe Beratung durch einen Consultant vermutlich das Richtige für Sie. Fehlt ein Mitarbeiter im strategisch-operativen Bereich, sollten Sie die Zusammenarbeit mit einem Interim Manager erwägen. In manchen Fällen ist auch der Einsatz beider Instanzen die beste Wahl.

Wir beraten Sie gern unverbindlich zu Ihren konkreten Fragen zu Unternehmensberatung und Interim Management und klären Ihren exakten Bedarf. Gern unterstützen wir Sie dabei, den richtigen Experten für Ihre spezielle Unternehmenssituation zu finden.

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Lesen Sie mehr Wissenswertes zum Thema Interim Management
in unserem Interim Guide.


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Unsere Definition von Interim Management

Interim Management beschreibt den zeitlich befristeten Einsatz eines selbständig tätigen Projektmanagers, oft in einer Position mit unternehmerischer Verantwortung. Der Manager auf Zeit verfügt aufgrund seiner Laufbahn über besondere Funktions- und Führungserfahrung. Unter den in Deutschland tätigen Interim Managern befinden sich sowohl Generalisten als auch Experten mit einem teilweise einzigartigen Spezialwissen.

Typische Situationen für Interim Management sind: Überbrückungen von Vakanzen und Veränderungen im Unternehmen von Neugründung und starkem Wachstum bis hin zu umfangreichen Sanierungsmaßnahmen. Auch zur Durchführung von Projekten, für die intern kein Expertenwissen oder Kapazitäten vorhanden sind, wird häufig ein Interim Manager eingesetzt.

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